Machtlos

Titel: Machtlos
Autor: Yvie Eckhardt
Format: EBook/Print
Seitenzahl: 261







»Perfektion ist immer das, was wir dafür halten«, sagte Jayden leise.
»Du kennst mich nicht«, erwiderte ich kaum hörbar.
»Dann lass uns das ändern.«

Ebby Scarborough ist anders.
Sie ist vierundzwanzig und weiß seit Kurzem, dass sie eine Hexe ist. Hätte sie dies früher erfahren, wäre ihr eine Menge Leid erspart geblieben. Vor langer Zeit hat sie sich geschworen, nie wieder wehrlos zu sein. In Manhattan scheint sie endlich ihren Platz in der magischen Welt gefunden zu haben. Doch dann trifft sie Jayden und fühlt sich machtloser denn je.


Das Cover ist leider eher nichtssagend aber dennoch keineswegs unansehlich. Es ist schwarz/weiß gehalten, im Hintergrund sind rankenartige Schnörkel zu sehen, im Vordergrund sind die Schattensilhuetten eines Pärchens abgebildet. Da das Cover so dunkel ist wäre ich im Buchhandel wohl nicht darauf aufmerksam geworden und ein Hingucker im Regal wäre es für mich leider auch nicht, da mir das gewisse Etwas fehlt.


Der Schreibstil von Yvie Eckhardt ist sehr leicht zu lesen, was mir den Einstieg ins Buch sehr einfach gemacht hat. Die Geschichte setzt direkt in der Handlung ein und man lernt Ebby und ihre Vergangenheit im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr kennen. 
Von Anfang an war es leider sehr offensichtlich, dass sich da so ein Liebesding zwischen Ebby und Jayden entwickelt. Dieses Kribbeln und die wohligen Schauer die aber ab der ersten Sekunde schon allein durch Blicke ausgelöst wurden waren mir aber leider etwas zu stumpf. Auch gab es im Lesefluss einige Widerholungen von Sätzen, die mir irgendwann negativ aufgefallen sind und ab einem bestimmten Punkt sogar leicht genervt haben. Für meinen Geschmack wurde einfach etwas zu oft Jaydens "harter Körper" und das "schmerzhafte Zusammenzucken" oder Gesichtverziehen erwähnt.
Die Charaktere habe ich als grundlegend authentisch empfunden und es fiel mir leicht die entsprechenden Sympatien, bzw. Antipatien (beim "Bösewicht") zu entwickeln. Leider waren die Charaktere auch etwas zu flach. Für mich war zum Beispiel nicht nachvollziehbar warum Ebby so stark ist, sowohl in Hinsicht auf ihre Kräfte, als auch im Hinblick auf ihre emotionale Stärke, die Charaktere von den drei Cousinen waren mir auch deutlich zu flach. Das ging sogar soweit, dass die die drei fast bis zum Schluss nicht auseinander halten konnte. Ebensowenig war für mich nachvollziehbar warum es die Hexenjäger gibt und woher ihr Hass auf die Menschen kommt, da man im Buch einfach keine Hexe kennen gelernt hat, die es verdienen würde zu sterben oder diesen Hass rechtfertigen würde. Zum Ende hin erschien es mir als wurde zwanghaft auf ein Drama hinaus geschrieben um den Leser zu tränen zu rühren, aber auch das dramatische Ende hat mich nicht wirklich abgeholt.
Sehr schade, denn das Grundgerüst der Story ist wirklich schön, es hätte nur etwas mehr ausgearbeitet werden müssen, da die Geschichte einfach etwas zu komplex ist um sie auf nur 260 Seiten zu komprimieren.
Da das Buch leider einige Schwächen hatte mir aber sonst eigentlich ganz gut gefallen hat, kann ich nur 3 Sterne vergeben und es kommt in die Kategorie Zwischendurchlektüre.

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